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Reisebericht: Kunst, Kultur und Bier in Amsterdam

Reisen | 10. Januar 2016

Der ursprüngliche Plan sah vor, eine Reise über Silvester nach Amsterdam zu unternehmen. Doch in Ermangelung von bezahlbarem Schlafraum und der Tatsache, dass unendlich viele andere Touristen in der Stadt sein würden, veranlasste uns dazu den Aufenthalt in Amsterdam etwas nach hinten zu verschieben. Keine schlechte Idee! Denn wenn ich eins hasse, dann sind es andere Touristen, die mir beim Fotografieren im Weg stehen.

Wir waren im sehr hippen Volkshotel untergebracht. Eine schicke Bettenburg voll mit Nerds, Hipstern und andere Stereotypen. Von hier aus haben wir uns zumeist zu Fuß aufgemacht, die Stadt zu erkunden. Neben dem üblichen Abrennen der Sternchen im Reiseführer haben wir uns noch ein bisschen Kultur reingezogen, als da wären: Eye Film Institute, Stedelijk Museum, Schifffahrtsmuseum und eine Grachtenfahrt. Dazwischen haben wir uns in Bars und Cafés rumgedrückt. Denn das gezielte Ansteuern von angesagten Kneipen war durchaus unser Plan. Was mich dabei sehr überrascht hat: Amsterdam ist das reinste Bier-Eldorado. Wir haben in den paar Tagen sicher zusammen 20 verschiede Biersorten in uns hineingekippt. Und da waren richtige Highlights dabei – mein lieber Herr Gesangsverein!

Reisebericht Amsterdam Tag 1: Anreise, Volkshotel, Eye Film Institute

Es geht um 8:50 Uhr in Bielefeld los. Wir nehmen die Bahn Richtung Bünde und steigen dann, mit etwas Verspätung in den IC nach Amsterdam Centraal ein. Gegen Mittag sind wir da, nehmen die Metro zum Hotel und checken ein. Das Volkshotel ist cool. Ziemlich großes Gebäude aber lässig eingerichtet. Trödelmarkt-Möbel, Sichtbeton und Restaurant im 7. Stock mit einer klasse Aussicht über die Stadt. Wir verlassen unsere Bude relativ schnell und erkunden die Stadt fußläufig. Wir setzen am Bahnhof auf die andere Stadtseite mit einer Fähre um. Die Überfahrt ist kostenlos und dauert nur wenige Minuten. Dort ziehen wir uns das Eye Film Institut rein. Die meisten Bereiche sind kostenlos zu betreten. Auch besticht das Gebäude durch eine atemberaubende Architektur!

Wir erkunden zu Fuß die Stadt mit den ganzen schönen Häuschen, Bars und Kanälen.

Wir erkunden zu Fuß die Stadt mit den ganzen schönen Häuschen, Bars und Kanälen.

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Es gibt Hunderte, cooler Bars und Kneipen in Amsterdam – eine schöner als die Andere.

Die Fähre für Fahrräder, Fußgänger und Roller auf die andere Stadtseite (Amsterdam Nord) ist kostenlos.

Die Fähre für Fahrräder, Fußgänger und Roller auf die andere Stadtseite (Amsterdam Nord) ist kostenlos.

Das Eye Film Institute: Sehr geile Architektur, direkt am Wasser.

Das Eye Film Institute: Sehr geile Architektur, direkt am Wasser.

Blick auf das moderne Amsterdam über den IJ Kanal.

Blick auf das moderne Amsterdam über den IJ Kanal.

Das Café des Eye Film Institute: Wir schlürfen einen Cappuccino, bevor wir uns in die Ausstellung begeben.

Das Café des Eye Film Institute: Wir schlürfen einen Cappuccino, bevor wir uns in die Ausstellung begeben.

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Alles zum Ausprobieren: Es sind diverse alte Reliquien aus Film und Fernsehen ausgestellt.

Alles zum Ausprobieren: Es sind diverse alte Reliquien aus Film und Fernsehen ausgestellt.

Ein Green Screen Studio: Wir sehen uns in einem Schwarz/weiß Cartoon wieder.

Ein Green Screen Studio: Wir sehen uns in einem Schwarz/weiß Cartoon wieder.

Originale Filmstreifen in den unterschiedlichsten Formaten.

Originale Filmstreifen in den unterschiedlichsten Formaten.

Unser Hotel in Amsterdam: Das Volkshotel.

Unser Hotel in Amsterdam: Das Volkshotel.

Polaroid SX70, Black Frame: Meine Ausbeute aus Amsterdam.

Polaroid SX70, Black Frame: Meine Ausbeute aus Amsterdam.

Reisebericht Amsterdam Tag 2: Stedelijk Museum

Wir beginnen unseren Tag mit einem ausgedehnten Frühstück über den Dächern von Amsterdam. Meine Devise dabei ist stets: An mir verdienen die nichts! Dementsprechend großzügig schlagen wir uns die Bäuche voll. Wir latschen vorbei am Van Gogh und Rijks Museum direkt zum Stedelijk Museum. Das Stedelijk ist ein Museum für moderne Kunst, wohingegen die anderen beiden eher die altertümlichen Sachen ausstellen, so zumindest meine Informationen. So berauschen fand ich die moderne Kunst dann aber auch nicht. Am Abend ziehen wir noch ein bisschen durch die Stadt und machen Halt in einem Café. Wir leiern uns ein paar Bierchen rein, bis sich ein einheimischer Antiquitätenhändler zu uns gesellt, mit dem wir uns ein wenig unterhalten.

Amsterdam Schriftzug vor dem Rijks Museum, mann beachte bitte den Idioten mit seinem Selfiestick.

Amsterdam Schriftzug vor dem Rijks Museum, mann beachte bitte den Idioten mit seinem Selfiestick.

Grafikdesign aus den Niederladen wird in der ersten Etage des Stedelijk ausgestellt. Die gezeigten Werke sind sehr gut.

Grafikdesign aus den Niederladen wird in der ersten Etage des Stedelijk ausgestellt. Die gezeigten Werke sind sehr gut.

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Ein Gemälde das mir sehr gut gefällt: Willem de Kooning – Rosy-Fingered Dawn at Louse Point, 1963

Ein Gemälde das mir sehr gut gefällt: Willem de Kooning – Rosy-Fingered Dawn at Louse Point, 1963

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Die Rolltreppe im Stedelijk schafft es mich sehr lange zu begeistern.

Die Rolltreppe im Stedelijk schafft es, mich sehr lange zu begeistern.

In der Innenstadt von Amsterdam steht ein Haus an dem anderen.

In der Innenstadt von Amsterdam steht ein Haus an dem anderen.

Reisebericht Amsterdam Tag 3: Armenviertel Jordaan, In De Wildeman

Der Tag startet wieder mit einem über die Maßen üppigen Frühstück. Danach laufen wir an den Grachten zum ehemaligen Armenviertel Jordaan. Wir kommen am HAY Store Amsterdam vorbei in dem ich mich kurz über Möbel informiere, bis wir unseren Stadtspaziergang weiter fortsetzen. Der im Reiseführer beschriebene Weg schlängelt sich kreuz und quer durch das Viertel. Wir kommen an vielen schönen Orten vorbei. Um 16:00 Uhr sind wir platt! Es geht in die Bar „In De Wildeman“ – ein Bierlokal mit über 200 verschiedenen Biersorten, 16 davon frisch gezapft. Jeder, der sich für unterschiedlichste Biersorten aus der ganzen Welt begeistern kann, bekommt hier feuchte Augen. Die Auswahl ist unerschöpflich! Ich bestelle erst einmal ein Schälchen mit gesalzenen Erdnüssen dazu ein „Fuller’s Winter Ale“ – ist das köstlich! Wir leiern uns ein Bier nach dem anderen rein, bis wir mit einem wohligen Gefühl im Bauch hungrig zu unserem Hotel pilgern. Im Hotelbistro warten köstliche vegetarische Burger mit Fritten, dazu ein Ginger Beer und die Glückseligkeit erreicht seinen Höhepunkt.

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HAY ist eine Möbelfirma aus Dänemark. Ich mag die Möbel sehr gerne, Sie sind klassisch skandinavisch, schlicht und modern.

HAY ist eine Möbelfirma aus Dänemark. Ich mag die Möbel sehr gerne, Sie sind klassisch skandinavisch, schlicht und modern.

Im Jordaan tauchen automobile Fahrzeugklassiker auf. Hier ein Jeep Wrangler 4x4 mit Holzdekor.

Im Jordaan tauchen automobile Fahrzeugklassiker auf. Hier ein Jeep Wrangler 4×4 mit Holzdekor.

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Das ehemalige Armenviertel Jordaan. Wir kommen in die geheimen Hinterhöfe der Wohnsiedlungen.

Das ehemalige Armenviertel Jordaan. Wir kommen in die geheimen Hinterhöfe der Wohnsiedlungen.

Das Bierlokal „In De Wildeman“ ein Ort der Glückseligkeit.

Das Bierlokal „In De Wildeman“ ein Ort der Glückseligkeit.

Reisebericht Amsterdam Tag 4: Schifffahrtsmuseum, Smokin’ Barrels

Wie Ungeheuer fallen wir wieder über das niederländische Frühstücksbuffet her. Das Wetter ist für diesen Tag noch dreckiger angekündigt als an den Tagen zuvor. Wir erkoren das Schifffahrtsmuseum für unseren heutigen Tag in Amsterdam aus. Das Museum ist ohne Scheiß eines, der geilsten das ich bisher gesehen habe! Die Art uns Weiße wie das Thema Schifffahrt aufgearbeitet wurde, ist bombastisch. Es ist ein audiovisuelles Erlebnis – ich bin und weg. Im Außenbereich liegt das Segelschiff „Amsterdam“ vor Anker. Wir können durch das ganze Schiff laufen und alles erkunden. Sogar die Kanonen können wir spielerisch abfeuern. Ein Subwoofer in einer Holzkiste sorgt für einen mächtigen Knall, geil!!! Ansonsten gibt es noch superalte Atlanten, Seefahrerkarten, Modellschiffe, Gemälde, Silberwaren und Schätze sowie original Reliquien von Schiffen. Sogar das Schiff der Königin kann begutachtet werden. Das Museum ist wirklich der Knaller! Den Abend verbringen wir wieder in einer Bar – den Smokin’ Barrels. Es liegen auch wieder mindesten sechs verschiedene Biere an den Zapfhähnen an, was für ein Genuss. Das Punk I.P.A. schmeckt uns beiden am besten.

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Das Museumsschiff „Amsterdam“: Wir können in jeden Zentimeter kriechen und alles erkunden.

Das Museumsschiff „Amsterdam“: Wir können in jeden Zentimeter kriechen und alles erkunden.

Die niederländische Flagge: Weht stolz am Heck des Museumsschiffs „Amsterdam“.

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Im Schifffahrtsmuseum Amsterdam hängen sehr schöne alte Gemälde. Ich bin beeindruckt von der Größe und Ausführung.

Im Schifffahrtsmuseum Amsterdam hängen sehr schöne alte Gemälde. Ich bin beeindruckt von der Größe und Ausführung.

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De Koningssloep: Das Schiff der Königin, tolle Installation mit Video und klasse Animationen.

De Koningssloep: Das Schiff der Königin, tolle Installation mit Video und klasse Animationen.

Smokin’ Barrels Amsterdam: Ein toller Lokal mit verschiedenen Biersorten, Bier Cocktails, Burgern und Rippchen.

Smokin’ Barrels Amsterdam: Ein tolles Lokal mit verschiedenen Biersorten, Bier Cocktails, Burgern und Rippchen.

Reisebericht Amsterdam Tag 5: Grachtenfahrt, Abreise

Unser Urlaub ist schon wieder zu Ende. Ein letztes Mal überfallen wir heuschreckenartig das Buffet eher wir Aufbrechen, um noch ein letztes Mal bei einer Grachtenfahrt die Stadt von den Kanälen aus zu erkunden. Wir entscheiden uns für die günstigste Fahrt (9€) und schippern eine Stunde lang durch die Kanäle. Das hat Spaß gemacht – noch eine Runde! Es muss noch das Gepäck abgeholt werden, ehe wir um 17:00 Uhr in den Zug nach Bielefeld einsteigen. Amsterdam – wir werden dich vermissen. Die eine Woche wahr wirklich sehr schön, trotz übelstem Wetter. Vielleicht ja auch gerade deswegen.

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Das Pärchen neben uns auf der Grachtenfahrt.

Das Pärchen neben uns auf der Grachtenfahrt.

Hot-Dog’s am Hauptbahnhof Amsterdam.

Hot-Dog’s am Hauptbahnhof Amsterdam.

Oder doch lieber ein paar Burger?

Oder doch lieber ein paar Burger?

Scheint in Amsterdam sehr beliebt zu sein: der Mercedes W123.

Scheint in Amsterdam sehr beliebt zu sein: der Mercedes W123.

Urbane Szenen in Amsterdam: Ich mag diesen reduzierten Schwarz-/weiß-Look.

Urbane Szenen in Amsterdam: Ich mag diesen reduzierten Schwarz-/weiß-Look.

Dani auf dem Weg vom Science Center Nemo zum Hauptbahnhof.

Dani auf dem Weg vom Science Center Nemo zum Hauptbahnhof.

Amsterdam Central: Es geht wieder in die Heimat nach Bielefeld.

Amsterdam Centraal: Es geht wieder in die Heimat nach Bielefeld.

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3 Kommentare zu „Reisebericht: Kunst, Kultur und Bier in Amsterdam“

  1. 8. März 2016 um 14:11
    sashaivanov

    Wow echt schöner Blog und schöne Bilder :D Sehr cool!

  2. 17. Januar 2016 um 10:52
    Pascal

    Sehr schön aufbereitet und macht Lust auf einen Besuch. Ich lege euch auch Kopenhagen nahe, der Flair der Stadt ist ähnlich.

  3. 12. Januar 2016 um 13:40
    Anne

    Hach Amsterdam! Bisher war ich nur einen Tag da. Viel zu wenig für so eine gemütliche, stylische Stadt. Aber das Jahr hat ja gerader erst angefangen.

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