Idee zur Rettung der Erde

Persönlich | 10. Januar 2013

Ich hab eben eine Reportage über Öko, Bio und den ganzen Kram gesehen, die mich nun veranlasst hat meine Gedanken, die ich schon lange mit mir herumtrage niederzuschreiben. Es hat quasi dem Fass den Boden ausgeschlagen. Meine Gedanken quellen aus mir heraus.

Start: Ich versuche meinen Konsum, an Fleisch und Fisch zu reduzieren. Kaufe Fisch, der aus europäischen Binnengewässern stammt. Die im Greenpeace Fischratgeber grün markiert sind. Tanke E10 und gehe zu Fuß zur Arbeit. Wir Deutschen trennen unseren Müll in fünf verschiedene Mülltonnen. Versuchen fossile Energien zu sparen und spenden für die Erhaltung seltener Tierarten. Wir führen Umweltzonen in unseren Städten ein. Verkaufen unsere Autos, weil die keine grünen Aufkleber haben. Diese Autos kommen dann alle auf ein Schiff, fahren nach Afrika und werden dort die nächsten 10 Jahre weiter gefahren. Wir erfinden Energiesparlampen die zwar weniger Energie verbrauchen, dafür aber in Endlagern tief unter der Erde verbuddelt werden müssen. Ich bin der Meinung, dass nicht die Art und Weise wie wir Menschen leben das Problem ist, sondern das es zu viele von uns gibt. Stellt euch vor, es gäbe 8 Milliarden Tiger (!)

Mein Lösungsansatz zur Erhaltung unseres Planeten ist folgender: Wenn jedes Paar nur ein Kind bekommt, haben wir in der durchschnittlichen Lebenserwartung der Menschheit, also in ca. 70 Jahren die Population halbiert und keiner müsste Leiden, im Gegenteil. In Afrika gäbe es weniger Hungersnöte. Der CO2-Ausstoß könnte in weniger als 100 Jahren halbiert werden. Die weltweite Landwirtschaft und die damit verbundene Umweltzerstörung könnte um die Hälfte minimiert werden. Die Arten in den Meeren könnten sich erholen. Wir benötigen weniger Energie und könnten Atomkraftwerke schließen. Und alles ohne Einschnitte. Es wird uns an nichts fehlen. Wir könnten irgendwann wieder einen Thunfisch aus dem Meer ziehen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Ich habe mich gefragt: Wenn ein Kind in Bangladesch mit 8 Jahren schon arbeiten muss. Warum bekommt dieses Kind dann wieder 10 Kinder, denen es genauso schlecht gehen wird? Weil Fortpflanzung in unseren Genen liegt! Diese Menschen vermutlich über keine Verhütungsmittel verfügen und auch nicht aufgeklärt sind. Also lasst uns aus Flugzeugen Kondome abschmeißen. Dazu eine Botschaft aus Piktogrammen gestaltet. Das Problem daran ist nur, dass es dann niemanden mehr gibt, der 300.000 Toyota Corolla im Jahr kauft. Es gibt keinen Profit, kein Wirtschaftswachstum, kein Geld! Wobei Letzteres nicht stimmen kann, denn Geld stirbt nicht. Wenn wir die Population der Füchse in unseren Wäldern kontrollieren, müssen wir auch dafür sorge tragen, dass unser eigenes Wachstum im Rahmen bleibt.

Das Problem ist also die Gier nach Profit. Ich bin mir sicher das Es Möglichkeiten gibt, wie man durch ein schrumpfendes Wirtschaftswachstum trotzdem an Profit kommen kann. Ich muss jedoch gestehen das mir, was wirtschaftliche Gesamtgebilde zu komplex ist, um wirklich gute Vorschläge zu machen. Mich interessiert im Moment viel mehr, ob ich hier auf einen absoluten Holzweg bin. Habe ich in meinem Lösungsansatz etwas übersehen?


2 Kommentare zu „Idee zur Rettung der Erde“

  1. 11. Januar 2013 um 19:35
    Pascal

    Ich seh das genauso wie Philipp. Kein Ökostrom, Elektroauto, Mülltrennung, Recyclingpapier und Umweltschutz wird uns retten, wenn sich an der Lebensphilosophie der Mensch einfach nichts ändert. Der Schutz unseres Planeten darf kein besonderes Begehren, sondern muss viel mehr eine Lebenseinstellung sein. Alles was wir tun, hat Konsequenzen und derer müssen wir uns bewusst sein. Man kann ein neues Auto kaufen, man kann in den Urlaub fliegen oder auch Fleisch essen, solange man das alles bewusst tut und für einen Ausgleich sorgt. Sei es, indem man das Auto so lange fährt, bis es wirklich nicht mehr geht, CO2 Komensation für die Flüge kauft oder den Fleischkonsum auf ein Minimum runterfährt.
    Die größte Gefahr ist, dass die Menschen das Problem wie durch einen Fernseher betrachten und ihren Anteil daran herunterspielen. Wenn das nämlich alle machen, ändert sich garnichts.

  2. 11. Januar 2013 um 08:34
    jc

    Okay, da triffst Du mich natürlich genau im Zenrum meiner Interessen. Zuerst einmal ist E10 schrecklich, weil dafür der Regenwald gerodet wird, um Nutzflächen für Soja usw. zu schaffen, was wir dann bei uns in den Tank schütten. Völliger Schwachsinn. Der einzige Weg ist der völlige Verzicht auf das Öl. Genauso wie der völlige Verzicht auf tierische Produkte, so wie ich es schon seit über einem Jahr tue.

    Das Problem der Überbevölkerung besteht natürlich, ist aber so einfach nicht zu lösen. Kinderrreichtum ist in Entwicklungsländern einfach die gängige Kultur und tief in der Gesellschaft und im Glauben verwurzelt. Desweiteren kommt hinzu, dass wir Menschen brauchen, die die Welt lenken, weil momentan niemand mehr in der Lage dazu ist. Wer bekommt denn bei uns noch Kinder, die gebildete Mittelschicht ist dort leider nicht führend.

    Ich bin schon der Ansicht, dass es genug Platz auf der Welt für all die Milliarden Menschen gibt, nur die Weise, wie wir leben wird nciht mehr lange funktionieren. Ich bin gerade in Dubai, in dem Staat mit dem höchsten CO2 Fussabdruck der Welt. Was hier passiert ist Gigantomanie in Reinform, erbärmlich und die Ausgeburt der Desfunktionalität des menschlichen Konsumsystems. Es sollte uns zeigen wie es nciht geht, aber die Leute finden es geil auf Kosten der Natur zu leben bzw. machen sich keinen Kopf.

    Es muss einen Umbruch, einen Wandel im Bewusstsein der Menschheit geben, der uns dazu veranlasst endlich unser Handeln zu überdenken und unser Leben grundsätzlich zu ändern. So kann es nunmal ganz offensichtlich nicht weiter gehen. Unser System muss sich änder, weg vom Kapital, hin zur Natur, zur Freude, zum Sein. Wo wir uns befinden ist ein tiefes Loch voller Missmut, vom Verstand geprägt, aus dem wir uns mit dem Verusch, uns mit Konsum zu befriedigen, nicht wieder hinaus holen können.

    Die Welt hat sich schon immer verändert und wird es auch weiterhin tun. Der Mensch wird nur ein Wimpernschlag der in der Erdgeschichte sein, dennoch sollten wir versuchen, den Graben auf dieser Skala nicht zu tief zu graben, allein schon weil wir die Fähigkeit des Bewusstseins besitzen, dieses Handeln selbst und mit eigener Verantwortung zu bestimmen!

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