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Erfahrungsbericht von meiner neuen Canon 6D Mark II

Fotografie | 14. September 2017

Nach unserer Kanutourhavarie im Lahntal konnte ich meine Sehnsucht nach einer neuen Kamera nicht mehr halten. Zu ausgenudelt sind Objektive und Mechanik und das Gefühl, kein scharfes Foto mehr hinzubekommen. Auch die Zuneigung an meinem treuen Fotoapparat konnte mich nicht stoppen: Die brandneue Canon 6D Mark II war nach einem unschlagbaren Sonderangebot und ein paar Wochen Bedenk- und Wartezeit gekauft.

Bevor ich jetzt aber eine Lobeshymne auf mein neues Gerät anstimme, muss ich meine beiden vorherigen Model entsprechend huldigen: Seit 2005 besitze ich eine Spiegelreflexkamera von Canon und weiß seitdem, was ich daran habe. Das maschinengewehrartige und sofortige Auslösen ist für mich seit jeher das größte Argument für eine DSLR gewesen. Hinzu kommt die clevere und konsistente Bedienung, die ich nach all den Jahren natürlich im Schlaf beherrsche.

Aktuelle Konfiguration:
Canon 6D Mark II
Canon EF 24mm f/2.8
Canon EF 50mm f/1.4
Canon EF 85mm f/1.8

Kamerahistorie:
Canon 350D (2005)
Canon 600D (2011)
Canon 6D Mark II (2017)

Digitale Spiegelreflexkameras – Meine bisherige Kamerahistorie:

2005 fing alles mit der Canon 350D an. Mit einem kleinen Kredit von Mama habe ich mir das Ding damals noch als Schüler, zusammengespart. Natürlich habe ich direkt in eine anständige Linse investiert und die Kit-Scherbe bei eBay verkloppt. Mein Sigma 24-60mm f/2.8 von damals benutze ich heute noch für Videoaufnahmen. Ein übel brutales Teil! 6 Jahre Späte war die Möglichkeit, mein Leben zusätzlich noch in Bewegtbilder festzuhalten, zu verlockend. Die 600D wurde durch diverse Studentenjobs finanziert. Beide Kameras liegen, jederzeit einsatzbereit, in meinem Fotorucksack. Die Bildqualität ist nach wie vor überragend. Selbst ein Tauchgang in der Lahn konnte meine 600D, der ich sicherlich das meiste Leid über die Jahre zugefügt habe, nicht Kaput kriegen. Dazu fällt mir nur ein Wort ein: legendär!

5 Gründe für die Canon 6D Mark II:

Ginge es nach der reinen Bildqualität, hätte es die Sony a7R II sein müssen. 42 MP an einem 5 Achsen stabilisierten Sensor machen brutal gute Bilder. Das Ding ist die zur Zeit beste Kamera im Vollformat Segment – zweifellos. Warum ich mich trotzdem für die Canon 6D Mark II entschieden habe:

  1. Der Preis: Für die a7R II sind mindesten 3000€ fällig. Die 6D Mark II hat hingegen 1800€ gekostet.
  2. Die Auflösung: 42 Megapixel sind der Knaller, 50 MP an der Canon 5Ds sind noch viel geiler, aber wenn ich ehrlich zu mir selber bin, sind Megapixel nur Schall und Rauch. Ich habe wirklich sehr lange gebraucht, um diese Einsicht zu erlangen! Schlussendlich hab ich keinen Bock mir die Festplatten mit unendlich großen Daten vollzuhauen. Man nennt es auch die Fotografenkrankheit. Ich konnte eine nahende Infektion glücklicherweise abwenden.
  3. Das Handling: Ich habe die Canons lieben gelernt. Nicht nur privat auch im Büro hantiere ich seit jeher mit Spiegelreflexkameras von Canon. Egal ob 350D, 5D Mark II oder 6D: Die Bedienung ist sofort im Blut. Klug positionierte Tasten und ein extrem gut strukturiertes Menü machen einfach richtig Bock.
  4. Die Objektivauswahl für Sony ist zwar beschränkt aber zugegeben ausreichend. Doch die Anzahl der mir jetzt schon zur Verfügung stehen Objektive mit Canon-Anschluss ist unschlagbar. Alleine im Büro haben wir für alle Brennweiten eine passende Linse, sodass ich mir immer etwas ausleihen kann, wenn Bedarf besteht. Für Selbstanschaffungen bietet der Canon-Anschluss eine unendliche Vielzahl an Objektiven an und das in allen Preisklassen.
  5. Der Autofokus: endlich scharfe Bilder! Der neue Dual Pixel Autofokus mit 45 AF-Feldern und die Low-Light-Performance sind der absolute Killer! ISO 1600 ist überhaupt nicht der Rede wert. So ergeben sich eben zackige Verschlusszeiten, die ein Verwackeln unmöglich machen.

Was mich sonst noch total anmacht:

  • 1200 Aufnahmen mit einer Akkuladung (!)
  • brutal geiler optischer Sucher mit heftig vielen Funktionen
  • super brillantes Touch-, Schwenk- und Klappdisplay
  • Liveview Funktion mit Gesichtserkennung und Tracking
  • Fünf AF-Bereich-Auswahlmodi
  • Haptik und Verarbeitung auf höchstem Niveau
  • Schutz vor Umwelteinflüssen wie Regen oder Staub
  • Full-HD Aufnahmen mit 60 bzw. 50 Bildern pro Sekunde

Canon 6D Mark II Beispielfotos:

Testfoto mit der Canon 6D Mark II und dem Canon EF 50mm f/1,4 @ f/2,0 ISO 200, 1/800 Sek.

Testfoto mit der Canon 6D Mark II und dem Canon EF 50mm f/1,4 @ f/2,0 ISO 200, 1/800 Sek.

100% Ausschnitt Testfoto Canon 6D Mark II

100% Ausschnitt von meinem Freund Pascal

Testfoto mit dem Sigma Sigma 120-300 mm F2,8 APO EX DG OS HSM-Objektiv @ f/2,8 ISO 1000, 1/800 Sek.

Testfoto mit dem Sigma Sigma 120-300 mm F2,8 APO EX DG OS HSM-Objektiv @ f/2,8 ISO 1000, 1/800 Sek.

100% Ausschnitt von den Luchsen im Tierpark Olderdissen

100% Ausschnitt von den Luchsen im Tierpark Olderdissen

Die Sache mit den Festbrennweiten

Der ein oder andere hat es vielleicht schon bemerkt: Ich bin ein totaler Festbrennweiten-Fanatiker. Für meine aktuelle Konfiguration (24mm f/2.8, 50mm f/1.4, 85mm f/1.8) hätte wahrscheinlich auch ein 24-70mm Standardobjektiv gelangt, aber das ist nicht cool! Ich kann es nicht ganz genau erklären: Die kreativen Möglichkeiten, die sich für mich ergeben, indem ich eben nicht zoomen kann, sind größer! Den Arsch zu bewegen anstatt am Objektiv zu kurbeln lautet die Devise. Man guckt ganz anders, wenn man weiß, ich hab jetzt nur 85mm zur Auswahl. Schlussendlich sind die optischen Eigenschaften sicherlich auch besser. Eine Blende f/2.0 gibt eben nur an Festbrennweiten.

Schlussendlich hoffe ich, mich durch die neue Kamera fotografisch weiter zu entwickeln. In diesem Sinne nehme ich gerne Glückwünsche für meine Investition entgegen und folgt mir doch einfach auf Instagram, da haue ich ständig neues Zeug raus.

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