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Drei Wochen Norwegen: Ein unvergesslicher Road Trip mit dem VW Bulli.

Reisen | 4. Juli 2017

Für unsere diesjährigen Ferien suchten wir uns also eine Rundfahrt durch Norwegen aus. Über Dänemark und Schweden sind wir über den Landweg in das Reich der Fjorde und Berge eingefallen. Haben auf unserer Tour die Städte Stavanger, Bergen, Ålesund und Lillehammer besucht und sind Aktivitäten in der Natur rund um den Hardanger- und Geirangerfjord nachgegangen.

Auch für dieses wunderschöne Land gilt: Des Wetters wegen sollte man lieber nicht nach Norwegen fahren! Tatsächlich hatten wir in den knapp 20 Tagen jeden Tag Regen – unbeständig bis wechselhaft trifft es am ehesten. Aber für Fotos mit blauem Himmel kann ich mir auch eine Postkarte kaufen. Hinzu kommt, dass wir ziemlich schlecht gepackt haben. Vor unserer Abreise herrschten tropischen Temperaturen in Bielefeld. Das hat uns wohl dazu veranlasst, ähnlich sommerlich zu packen, wie es eben für Deutschland angebracht wäre – ein dummer Fehler. Mit Schnee hatte ich auch im Juni wahrlich nicht gerechnet!

Reisezeit
03.06. – 24.06.2017

Strecke
5.560 km

Highlights
Sverd i fjell, Gamle Stavanger, Bundesstraße 45, Trolltunga, Aurlandsfjord, Lovatnet, Dalsnibba, Trollstigen, Fredrikstad

Links
APP für den norwegischen Zoll, visitnorway.de – beste Seite für Touren und Tipps.

Schwarz-weiß Polaroids aus Norwegen. Kamera: Polaroid SX-70, Film: Impossible B&W

Schwarz-weiß Polaroids aus Norwegen. Kamera: Polaroid SX-70, Film: Impossible B&W

Schwarz-weiß Polaroids aus Norwegen. Kamera: Polaroid SX-70, Film: Impossible B&W

Dinge die ich bis jetzt nur in Norwegen erlebt habe:

  • Kreisverkehr im Tunnel
  • Tunnel als Spirale
  • unendlich viele Tunnel
  • Schnee Mitte Juni
  • zwei Wochen Regen
  • praktisch keine Nacht

Wie sonst üblich folgen nun die einzelnen Stationen, an denen wir kampiert haben mit Fotos und einem kleinen Vers. Zu Norwegen muss man wissen, das es eines der schönsten aber auch teuersten Länder auf dieser Welt ist. Zum Ende meines Beitrages habe ich daher unsere Erfahrungen im Bezug auf Preise und Auto fahren in Norwegen gesammelt. Es geht los!

Erster Zwischenstopp in Dänemark: Der Strand bei Kerteminde auf der Insel Fünen.

Um den Ritt nach Norwegen in ein erträgliches Format zu bringen, haben wir uns auf einen Zwischenstopp in Dänemark verständigt. Wir fanden einen herrlichen Platz am Strand mit einem hervorragenden WC. Die Qualität der sanitären Einrichtung übertrifft der unseren. Eine Tatsache die man als Camper durchaus zu schätzen weiß! An diesem Platz werden wir noch einmal auf der Rückreise unsere Ruhe finden. Ein ganz besonderer Ort, nicht nur wegen des stillen Örtchens. Es riecht hier nach Meer! Den Duft der See würde ich gerne als Eau de Toilette mit nach Hause nehmen.

Dinestrup Strand in Dänemark

Dinestrup Strand in Dänemark – gefällt uns richtig gut hier.

Parken Dinestrup Strand Dänemark

Hier werden wir Übernachten am Dinestrup Strand in Dänemark.

Der 2. Akt: 666 Kilometer durch Dänemark, Schweden und Norwegen.

Über die mächtige Storebælt Brücke geht’s schnell auf die nächste dänische Insel, von der wir mit der Fähre nach Schweden übersetzen. Für einen Stopp in Schweden bleibt keine Zeit. Vorbei an Göteborg rauschen wir gen Norden eher wir am frühen Abend über die Grenze nach Norwegen brettern. Wir überqueren noch schnell den Oslofjord via Schiff und kommen völlig platt in Horten an. Wir werden mit einem wunderbaren Fleck Erde belohnt. Am darauffolgenden Tag scheint sogar die Sonne! Wir sind uns zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht über die Besonderheit dieses Ereignisses bewusst. Weshalb wir auch recht leichtfertig damit umgehen und weiter meiner Planung folgen.

Horten, Norwegen

Eindrücke aus Horten, ein wirklich schöner Ort!

Foto Flagge Norwegen

Endlich in Norwegen: Mein obligatorisches Flaggenbild.

Die erste echte Sehenswürdigkeit in Norwegen: der Lindesnes Fyr Leuchtturm.

Er ist Norwegens ältester und südlichster Leuchtturm auf dem Festland. Wir haben jede Menge Spaß und stolpern durch die Steine am Leuchtturm entlang. Es ist auch der Tag, an dem ich mit der Wettervorhersage in Kontakt komme. Ein dicklicher Tourist liest auf seinem Smartphone eben diese Prognose und posaunt anschließend lauthals heraus, dass es die kommenden 7 Tage nur regnen soll. Unfreiwillig nehme ich diese Aussage zur Kenntnis und hoffe insgeheim, dass sein Wetterdienst versagen wird.

Lindesnes fyr Leuchtturm in Norwegens

Der Lindesnes fyr Leuchtturm ist Norwegens ältester und südlichster Leuchtturm auf dem Festland.

Lindesnes fyr

Die Region Stavanger

Uns zieht es zuerst in die Altstadt, die sogenannte Gamle Stavanger. Sie bestehend aus 173 Holzhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Hütten sind fast alle weiß gestrichen. Ein kleines Disneyland, an dem ganz passend, auch eines der Disney Kreuzfahrtschiffe angelegt hat. Ganz in der Nähe befindet sich auch das Denkmal Sverd i fjell – drei im Boden steckende Schwerter. Man beachte bitte mein endgeiles Polaroid von dort! Ich stelle mir vor, wie schreiende Wikinger über den Berg rennen, mit ihren Schwertern rasseln und irgendeine historische Schlacht gewinnen. So wie im Film Braveheart mit Mel Gibson (da waren es allerdings Schotten).

Gamle Stavanger, Altstadt

Gamle Stavanger, das alte Stavanger

Gamle Stavanger, das alte Stavanger, besteht aus 173 Holzhäusern aus dem 18. und vom Beginn des 19. Jahrhunderts.

Sverd i fjell Denkmal in Stavanger

Sverd i fjell Denkmal in Stavanger

Eine unfassbar geile Route: Wir fahren die 45 um den Lysefjord, im Süden von Norwegen.

Ich hatte den Månafossen ausgesucht. Ein bis hierhin völlig unbeachteter Wasserfall, der in mehreren Reiseführern keine Erwähnung findet. Ein magischer Ort, nicht nur wegen des Namens. Wir Bügeln die 45 weiter Richtung Norden um den Kjeragbolten zu sehen, ein zwischen zwei Felsen steckender Findling. Das Wetter ist an diesem Tag richtig fies. An die Wanderung ist nicht zu denken. Das ist aber nicht schlimm, denn der Weg hierhin war so mega – scheiß auf den blöden Felsen! Das dann allerdings die Fähre ausfällt, die uns zum Preikestolen bringen sollte, trifft uns hart. Das war ein mega krasses Highlight, das wir nun nicht mehr erreichen können, da auch die Straße von Stavanger aus gesperrt war. Ein Umweg von 400 Kilometern ist nun die einzige Möglichkeit die Klippen doch noch zu erreichen. Der Weg hätte zwei Tage und vier Fährfahrten extra bedeutet – wir verzichten.

Der Månafossen Wasserfall in Norwegen

Der Månafossen Wasserfall – ein ganz und gar mystischer Ort!

Lysefjord Norwegen

Was für eine endgeile Landschaft ist das bitte?

Entlang des Lysefjords und der Bundesstraße 45.

Entlang des Lysefjords und der Bundesstraße 45.

Entlang des Lysefjords und der Bundesstraße 45.

Der Hardangerfjord und die mächtigste Wanderung meines Lebens: die legendäre Trolltunga.

Die Wanderung zur Trollzunge sollte unsere absolute Norwegen Sensation werden. Schon am Campingplatz wird auf die benötigte Ausrüstung hingewiesen. Bis auf Handschuhe und Wanderstöcke haben wir alles – glauben wir. Den ursprünglichen Plan, dort zu zelten, haben wir mittlerweile verworfen. Es liegt auf den Gipfeln viel zu viel Schnee. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Also müssen wir in den sauren Apfel beißen und die Strecke hin und wieder zurück wandern: 22 Kilometer, 10 Stunden, > 1400 Höhenmeter. Nach dieser unglaublich anstrengenden Wanderung weiß ich, was Wandern überhaupt bedeutet. Das, was wir im Teutoburger Wald so machen, ist allenfalls spazieren gehen! Wer mehr darüber erfahren möchte, liest meine Rezension „Trolltunga: Wanderung mit Hund“ auf Outdooractive.com.

Trolltunga

Da ist sie endlich – die legendäre Trolltunga. 5 Stunden haben wir für den Aufstieg benötigt.

Wanderung zur Trolltunga

Ein paar Eindrücke von unserer Trolltunga Wanderung

Nykkjesoyfossen

Der Nykkjesoyfossen Wasserfall am Hardangerfjord.

Hardangerbrücke

Es geht weiter über die Hardangerbrücke

Wir wollen an die Küste. Bergen ist unser nächstes Ziel.

Wir haben schon viel von der Stadt gesehen und gehört und erhoffen uns so einiges von Norwegens zweitgrößter Gemeinde. Für viel Geld parken wir am Hafen und schlendern an der Mole entlang. Das Wetter ist wieder mal unterirdisch und in Ermangelung von trockenem Schuhwerk kaufen wir Dani ein paar feine Wanderschuhe. Der Inhalt von zwei großen Kreuzfahrtschiffen macht sich nun mittlerweile über die Stadt her. Wir laufen etwas Abseits durch Bergens Wohnviertel, das ähnlich wie in Stavanger, größtenteils aus weißen Holzhäusern besteht. Wir kurven noch ein bisschen mit dem Bulli durch die City eher wir am Fløyberg, Bergens Hausberg, unser Nachtlager einrichten. Bergen ist eine tolle Stadt, aber wir können uns nicht vorstellen, noch einen Tag zu bleiben. Vielleicht auch, weil wir ungewöhnlich schlecht geschlafen haben.

Bunte Häuser in Bergen, Norwegen

In eines dieser schönen Häuser würde ich durchaus auch einziehen.

Farbenfrohes Bergen

Farbenfrohes Bergen

Festivalplakat Eggstock

Sau cooles Festivalplakat! Check: www.overhaus.no

Flåm und der Aurlandsfjord – eine sagenhafte Landschaft.

Es sieht schon ziemlich verkehrt aus, wenn so ein Touri-Dampfer im Fjord steht und davor ein kleines Dörfchen mit 10 Hütten. Das Örtchen Flåm existiert eigentlich nur für Fremde, die aus den Schiffen kullern. Ein äußert surreales Szenario. Wir sehen uns das Treiben an und quälen uns etwas später den Stegastein hinauf. Ein Aussichtspunkt 640 Meter über dem Meer. An diesem Panorama wollen wir übernachten! Ich hätte nichts dagegen, immer so einzuschlafen. Am nächsten Morgen bügeln wir über irgendeinen Gebirgspass und sehen auf einem Hochplateau den Flotvatnet – ein See fast komplett mit Eis bedeckt, geile Stimmung!

Aurlandsfjord Norwegen

Kreuzfahrtschiff im Aurlandsfjord – die Dimensionen kapiert man erst, wenn man es live sieht.

Stegastein Viewpoint Norwegen

Dani und Kirby blicken am Stegastein über den Aurlandsfjord – geiles Panorama.

Flotvatnet Norwegen

Flotvatnet Gebirgssee – was für ein unendlich geiler Ort.

Geheimtipp: Der See Lovatnet

Bevor wir das Deckblatt meiner Landkarte erobern, den Geirangerfjord legen wir einen Zwischenstopp am See Lovatnet ein. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich dadrauf gekommen bin, aber es ist auch egal. Es ist ziemlich schön hier! Ein See, ganz für uns alleine. Ringsherum türmen sich die Berge auf, Wasserfälle rauschen in die Tiefe. Wir nutzen die Chance und fahren Ruderboot!

Der größte Festlandgletscher in Europa, der Briksdalsbreen, wartet auf uns. Der ist, entgegen unseren Erwartungen, ziemlich mickrig. Schilder weißen auf die frühere Dimension des Eisberges hin und zeigen auf, wie schlecht es um unseren Planeten bestellt ist. Wir sind traurig.

Mit dem roten Ruderboot über den See Lovatnet.

Mit dem roten Ruderboot über den See Lovatnet.

Briksdalsbreen Gletscher

Der Briksdalsbreen, größten Festlandsgletschers in Europa

Der Stern Nummer 9 auf der Landkarte wartet auf uns – der Geirangerfjord.

Doch ehe wir den Fjord hinuntersausen kommen wir noch am Dalsnibba vorbei. Ein 1500 Meter hoher Berggipfel, von dem aus wir auf den Geirangerfjord und die umliegende Berglandschaft schauen. Mit meiner Idee hier zu übernachten komme ich leider nicht durch. Eisige Temperaturen und Wolken, die den Gipfel regelmäßig komplett einlullen, schaffen ein unbehagliches Gefühl. Wir genießen die Aussicht und machen uns alsbald auf ins Tal.

Eine Wanderung zum Storseterfossen steht an. Ein Wasserfall, den wir von hinten betreten können. Das ist ziemlich cool. Das Wasser rauscht über uns hinweg, während man darunter steht und vollkommen trocken bleibt. Ich könnt hier stundenlang stehen bleiben, in dem Lärm, den die Natur erzeugt. Auf unserem Balkon in Bielefeld halt ich hingegen keine 10 Minuten aus und das, obwohl der Wasserfall mindestens genauso laut ist wie ein Güterzug.

Dalsnibba Viewpoint

Diese Straße wollen wir zum Geirangerfjord fahren.

Die Berglandschaft um den Geirangerfjord.

Die Berglandschaft um den Geirangerfjord.

Dalsnibba Viewpoint

Der Blick vom Dalsnibba Viewpoint (Höhe: 1.476 m) auf den Geirangerfjord.

Nächste Ausfahrt: Ålesund

Bevor wir Ålesund erreichen, steht noch der Trollstigen auf meinem Programm. Ein ziemlich aufregender Gebirgspass. Das Wetter ist heute allerdings wieder besonders übel und wir haben Glück die Aussichtsplattform überhaupt zu finden. Normalerweise hat man einen kilometerlangen Blick durch das Tal – ich kann nicht einmal die Straße erkennen, die direkt senkrecht unter uns verläuft. Wir lassen uns nicht unterkriegen, ziehen den Friesennerz über und machen ein paar starke Bilder. Ich hatte eigentlich vor, hier zu übernachten aber es ist heftig am Regnen. Mein Wetterbericht zeigt an, dass es unten im Tal trocken sein soll. Wir brechen auf.

Gebirgspass Trollstigen, Norwegen

Der Gebirgspass Trollstigen – viel ist nicht zu sehen aber immerhin!

Trollstigen Viewpoint

Trollstigen Viewpoint: Wie Sie sehen – sehen Sie nichts!

Trollstigen Visitor Centre, Stigfossen

Links das Trollstigen Visitor Centre. Rechts der Stigfossen Wasserfall.

In Ålesund angekommen erkunden wir zunächst die Stadt. Natürlich bei Regen. Ich mach in dieser Gegend kaum Bilder – mag vielleicht am Wetter liegen. Was ich aber dann doch ziemlich abgefahren finde, ist die Tatsache das Ålesund mehrere Inseln hat, die fast alle mit einem Tunnel unter dem Meer verbunden sind. Die Röhren stürzen mit 8 – 10 % Gefälle in die Tiefe des Meeres. Teilweise sogar in Form einer Spirale, sehr spektakulär!

Alnes Fyr

Alnes Fyr auf der Insel Godøy, ganz in der Nähe von Ålesund.

Alnes, Godøy

Wir machen es uns auf der Insel Godøy gemütlich.

Die Vogelinsel Runde: Wir wollen Puffins sehen!

Ganz in der Nähe von Ålesund befindet sich die Vogelinsel Runde. Dort soll es diese knuffigen Vögel geben die Papageitaucher genannt werden. Im Englischen sagt man auch Puffin. Ich hoffe sehr, dass wir ein paar dieser niedlichen kleinen Tierchen entdecken! Angekommen auf Runde weht ein heftiger Wind. Immerhin: Es ist trocken. Wir machen uns auf, kreuz und quer über das Eiland zu latschen. Wir kommen an der Steilklippe an und sehen nur doofe Möwen, die in den Felsen brühten. Weit und breit kein Puffin zu sehen. Wir sind total enttäuscht. Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass Natur eben keinen Fahrplan hat. Vermutlich muss man mehrere Stunden oder Tage ausharren, um eines dieser wunderbaren Geschöpfe zu sehen.

Vogelinsel Runde, Norwegen

Vogelinsel Runde, Norwegen

Die Vogelinsel Runde – wir sehen leider keine Puffins.

Auf der Suche nach gutem Wettern.

Wir sind das Wetter allmälich Leid und beschließen ins Landesinnere zu fahren. Wir peilen Lillehammer an – Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1994. Lillehammer liegt außerdem deutlich südlicher als Ålesund. Wir hoffen auf gutes Wetter! Dort angekommen stellen wir zwei Dinge fest. Erstens: Wir befinden uns auf der Rückreise. Zweitens: Es regnet. Zudem haben wir die atemberaubende Landschaft an den Fjorden gegen einen vergleichsweise langweilige Landschaft in Lillehammer eingetauscht. Es läuft nicht nach Plan. Wir öffnen ein paar Bier und sehen, etwas später, tatsächlich so etwas wie einen Sonnenuntergang. Der Erste in Norwegen! Es gibt also doch einen Gott. Da es zu dieser Jahreszeit kaum Dunkel wird, geht die Sonne sehr langsam unter um wenig später auch direkt wieder aufzugehen – brilliant!

Norwegen Road Trip Impressionen

Links ein altes Eisenbahn-Viadukt. Rechts norwegische vintage Tanksäule.

Traumfänger mit Gegenlicht

In Lillehammer sehen wir tatsächlich den ersten Sonnenuntergang seit zwei Wochen!

Letzter Stop in Norwegen: Fredrikstad

Auf dem Weg nach Fredrikstad kommen wir an Olso vorbei. Vergangene Urlaube haben gezeigt, dass wir nach zwei Wochen Natur und Wildnis hoffnungslos überfordert sind mit einer Metropole. Wir lassen die Hauptstadt Links liegen und speichern den Ort für eine spätere Reise ab. Die historische Festungsstadt „Gamlebyen“ hingegen ist genau das Richtige um unser Norwegen Abenteuer abzurunden. Mächtige Kanonen, bunte Häuser, schönes Wetter. Das Land verabschiedet uns mit einem tollen Tag. Wir sind ziemlich wehmütig, als wir die Grenze zu Schweden passieren.

„Gamlebyen“ – die Altstadt von Fredrikstad

„Gamlebyen“ – die Altstadt von Fredrikstad ganz im Süden von Norwegen.

„Gamlebyen“ – die Altstadt von Fredrikstad

Heimreise – nicht ohne ein Highlight!

Wir wollen nicht schon wieder nur Freier auf Schwedens Autobahn sein, also machen wir Halt am Küstenort Smögen. Bunte Fischerhäuschen, bomben Wetter und eine komplett neue Landschaft wissen uns durchaus zu gefallen. Wir ahnen, welche Massen an Touristen sich in der Saison über den kleinen Ort ergießen. Eher wir von der Flut Fremder erfasst werden suchen wir das Weite und finden einen klasse Badestrand, an dem wir nächtigen werden. Wir saufen unser letztes Bier und treten am nächsten Morgen nun endgültig die Heimreise an. Um die Strecke erträglich zu machen, halten wir erneut am bezaubernden Strand in Dänemark und an unserem Haussee – dem Steinhuder Meer.

Smögen Schweden

Smögen Schweden

Die bunten Fischerhäuschen in Smögen, Schweden.

Autofrahren in Norwegen

Norweger drängeln nicht und sind besonnene Autofahrer. Das Fahren auf den Straßen ist insgesamt sehr entspannt – die Höchstgeschwindigkeit auf Landstraßen beträgt ohnehin nur 80 km/h, Autobahnen gibt es nur im Großraum Oslo. Viele Kilometer schafft man also nicht pro Tag. Gerade in den Fjordregionen, wo es ständig bergauf und bergab geht, kommt man nicht mal auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h. Weiterhin sollen in Norwegen alle ab 2025 neu zugelassenen Autos Emission frei sein. Es fällt schon jetzt auf, dass weit mehr Elektroautos unterwegs sind, als das in Deutschland der Fall ist. Am häufigsten habe ich den Tesla, VW e-Golf und den KIA Soul gesehen. Es gibt praktisch überall eine Ladestation.

Preise

Es wurde ja schon viel darüber geschrieben, wie viel was in Norwegen kostet. Nach meinen Recherchen ist Norwegen nach Island das teuerste Land auf der Welt für Sprit! Genussmittel wie Alkohol haben wir in maximaler Menge aus Bielefeld mitgebracht. Danke Pascal für die Palette Bier aus Holland! Um die Obergrenze zu konfigurieren, stellt der norwegische Zoll eine App zur Verfügung! Nachfolgend eine Auflistung von Grundlebensmitteln und deren Preise:

Bier 0,5l = 3,16€
Laib Vollkornbrot = 4,17€
Gurke = 2,18€
Tomaten 1kg = 4,48€
Nudeln Fusilli 500g = 2,10€
Pesto = 0,79€
Erdbeermarmelade 500g = 2,63€ (super lecker!!!)
Döner Take Away = ab 9,00€
Salami Pizza Take Away = ab 12€

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2 Kommentare zu „Drei Wochen Norwegen: Ein unvergesslicher Road Trip mit dem VW Bulli.“

  1. 8. Juli 2017 um 17:35
    Marc

    …kann mich dem Vorschreiber nur anschließen – wieder sehr schöne Bilder! Einen zweiten Sonnenuntergang und eine Woche weniger Regen hätte ich euch schon gewünscht, aber die Nebelfotos sind natürlich großartig. Richtig blöd für Auge und Kamera ist eben, wenn außer hellgrau gar nichts zu sehen ist. Es kann also immer noch schlimmer kommen. Nächste Nordtour dann im August.

  2. 5. Juli 2017 um 20:10
    Pascal

    Mal wieder sehr fantastische Bilder. Die Landschaften gefallen mir. Das Bild mit den Schwertern sieht aus das Albumcover einer Metal-Band

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